Dienstag, 30. Dezember 2008, 15 Uhr – Nach meiner Ankunft in Blatten fuhr ich mit meinem Camper in Richtung unterem Parking. Auf der Zufahrtsstrasse erwarten mich zwei Mitarbeiter der Belalp Bahnen mit orangem Gilet. Einer der Mitarbeiter begleitete mich bis zu einem Parkplatz am Rande der Strasse. Nach seiner Aussage - die sich nachträglich als falsch erwies - seien die beiden Parkplätze schon voll.
Die Parklücke - die sich zwischen einem Lieferwagen und einem Personenwagen befand - war teilweise Schnee bedeckt. Ich manövrierte meinen Camper auf gleicher Höhe wo der Personenwagen stand in die mir zugewiesene Parklücke. Resultat: mein Camper kippte seitlich nach rechts, das hintere Rad sank in den Schnee ein bis das Fahrzeug auf dem Chassis auflag. Grund des Vorfalls: Die Schneefläche - die als Parkplatz zugewiesen wurde war nur ein Haufen Schnee der durch den Pflug aufgeschüttet worden war. Dieses Schneefeld war nicht abgesichert, zwar als Parkplatz schon benutzt, jedoch nicht für einen drei Tonnen schweren Camping Bus geeignet.
Nach einigen Versuchen meinen Bus durch schaufeln frei zu bekommen, musste eine effizientere Lösung gefunden werden. Beim schaufeln konnte ich feststellen, dass an dieser Stelle die Schneefläche über einen Meter tief war. Bei den beiden Mitarbeitern der Belalp Bahnen herrschte Ratlosigkeit. Abgesehen von einigen Theorien die vielleicht bei einem Fiat Panda weiter geholfen hätten gab es scheinbar kein Notfall Szenario für einen solchen Fall.
16 Uhr – Nach vergeblicher Suche in Blatten ein geeignetes Fahrzeug zu finden - welches meinen Bus aus der misslichen Lage befreien könnte - musste ich einen Lastwagen mit Autokran bestellen.
Nach meiner Beschwerde am selben Tag beim Tourismus Büro Blatten wurde mir geraten am nächsten Tag bei der Polizei Naters eine örtliche Tatbestandsaufnahme zu verlangen
17.30 Uhr – Mit der Hilfe des Autokrans stand mein Camper wieder auf seinen vier Rädern, was mich allerdings CHF 540.00 gekostet hat!
Am folgenden Tag, nachdem die Polizei einen örtlichen Tatbestand abgelehnt hatte, informierte ich die Geschäftsleitung der Belalp Bahnen, welche das Personal des Parkings beschäftigen. Die Antwort von Herr Stefan Jossen hat alle meine Befürchtungen bei weitem übertroffen: Nach seiner Meinung ist man selber schuld wenn man die Anweisungen von seinem „nicht kompetenten und nicht ausgebildeten Mitarbeitern“ (Zitat Herr Jossen) folgen würde. Die verantwortlichen Mitarbeiter für die Parkeinweisung über Weinacht-Neujahr, seien nur Temporär angestellt weil das geplante Personal bis Mitte Januar 2009 aus Krankheitsgründen ausgefallen ist.
Ich finde es wirklich erstaunlich und gefährlich dass ein Parking Bertreiber in einer Ski Station so grob fahrlässig mit der Sicherheit umgeht.
Fortsetzung folgt...